Teddywidder Kennung (gibt noch keinen Standard)
Das Gewicht eines ausgewachsenen Teddywidders beträgt 1300 bis 2000 g. Bei der Häsin beträgt das Idealgewicht 1600 bis 1900 g, beim Rammler liegt es zwischen 1500 und 1800 g. In Bau und Form sollen sie den typischen Zwergwidder darstellen und dem Standard des Zwergwidders entsprechen. Sie sind kurz und gedrungen. Ihre Schultern sind breit und von mittlerer Höhe. Sie haben einen wuchtigen, von vorn bis hinten gleichmäßig breiten, kurzen Körper mit gut abgerundetem Becken sowie kurzem und kräftigem Nacken. Ihre Läufe sind kurz und nicht zu fein. Die Rückenlinie zeigt sich schön geschwungen. Der Kopf der Teddyzwergwidder ist deutlich als Rammskopf ausgebildet, d. h. im Profil lässt sich eine deutliche Wölbung an Stirn und Nasenpartie erkennen. Außerdem ist der Kopf kurz, kräftig, ausgeprägt und mit breiter Schnauzenpartie sowie ausgeprägten Kinnbacken. Im Vergleich zum Körper ist der Kopf wuchtig und auffällig. Bei Häsinnen sieht der Kopf etwas schnittiger aus. Ansonsten unterscheiden sich Häsin und Rammler aber nur sehr wenig.
Eine Besonderheit der Teddywidder sind die Kronen. An den Ansätzen der Ohren befinden sich Wülste, die diesen Namen tragen.
Die Ohren hängen hufeisenförmig vom Kopf herab, die Schalenöffnungen sind nach ihnen gerichtet. Als ideale Länge der Ohren werden von Ohrspitze zu Ohrspitze 24 bis 26 cm angesehen. Die Augen sollten dunkel sein. Blaue Augen sind ebenfalls erlaubt.
Teddykaninchen sind sehr junge Züchtungen und werden ausschließlich von Liebhabern als Heimtiere gehalten, die Rasse ist weder vo m Zentralverband deutscher Rasse Kaninchenzüchter ( ZDRK ) noch vom Bund Deutscher Kaninchenzüchter anerkannt.
Man geht davon aus, dass die Teddykaninchen, wie alle Langhaarrassen, im Ursprung aus verschiedenen Einkreuzungen mit Angorakaninchen entstanden sind. Den Fellkeil verdanken die Teddykaninchen ursprünglich dem französisch/belgischen Bartkaninchen (in Frankreich ist dieses unter dem Namen „le lapin-lion“ – Löwenkaninchen bekannt), welches mit Farbenzwergen gekreuzt wurde.
Auch die Löwenzwerge, ursprünglich eine Kreuzung von Fuchszwergen und Farbenzwergen, die in den Anfängen noch keinen Keil aufwiesen, sind durch die Einkreuzung von Bartkaninchen auch zu "Keilträgern", allerdings spalterbig, geworden.
In diese anfänglichen Löwenzwerge wurden bald darauf noch Jamora und auch belgische/französische Angorazwerge mit eingekreuzt. Daraus entstanden zuerst die Angoralöwenzwerge (ebenfalls spalterbig hinsichtlich des Fellkeils). Ende des 20. Jahrhunderts tauchten dann die ersten Teddykaninchen, also Langhaarzwergkaninchen mit Fellkeil, der sich bei Reinzucht (TZ x TZ) reinerbig weitergibt, in den Würfen bei verschiedenen Züchtern auf. Die Bezeichnung Teddykaninchen schuf der 2004 in Deutschland eigens für diese Neuzüchtungen gegründete Teddykaninchenclub. Mittlerweile gibt es deutschlandweit über 150 registrierte Teddykaninchenzüchter und dazu weitere, nicht organisierte Halter.